Archive for May, 2008



Stoffwechselanomalie

Unter Stoffwechselanomalie, auch Stoffwechselstörung genannt, versteht man medizinisch die pathologischen Abweichungen der Stoffwechselvorgänge. Diese werden häufig durch genetisch bedingten Enzymmangel verursacht.

Pathogenetisch werden die Krankheiten gekennzeichnet durch:

Erhöhung von Stoffwechselzwischenprodukten (wie Alkaptonurie, Methylmalonazidurie, Phenylketonurie, Porphyrinurie)

Defekte des Transports von Substanzen (z. B. Hartnup-Krankheit, Cystinurie)

Produktion von ungewöhnlichen Metaboliten (wie Phenylbrenztraubensäure bei Phenylketonurie, Dicarbonsäuren bei Fettsäurenoxidationsstörungen)

Speicherung […]

Die biologische Halbwertszeit bezeichnet im speziellen die Zeitspanne t1/2, in der in einem biologischen Organismus (Mensch, Tier, Pflanze, Einzeller) der Gehalt einer inkorporierten radioaktiven, toxischen oder pharmazeutischen Substanz durch biologische oder physikalische Prozesse (Stoffwechsel, Ausscheidung, radioaktiver Zerfall, usw.) auf die Hälfte abgesunken ist.

In der Pharmakokinetik bezeichnet man als Halbwertszeit die Zeit, in der die Hälfte […]

Wärmehaushalt

Der Wärmehaushalt hat bei Warmblütern die Aufgabe, die Kerntemperatur unabhängig von körperlicher Aktivität und Außentemperatur möglichst genau im Zielbereich zu halten.

Säugetiere und damit auch der Mensch gehören zu den “Warmblütern”, den “Homoiothermen”. Ihr Stoffwechsel ist darauf angewiesen, dass die Körpertemperatur nahezu konstant bleibt. Bei zu tiefen Temperaturen werden verschiedenen Stoffwechselvorgänge zu langsam, um das Überleben […]

Formula-Diät

Als Formula-Diät wird eine Diät bezeichnet, bei der die Mahlzeiten ganz oder teilweise durch Fertigdrinks oder mit Flüssigkeit anzurührende Nährstoffpulver ersetzt werden. In der Regel werden die Produkte in mehreren Geschmacksrichtungen angeboten. Die aufgenommene Kalorienmenge beträgt bei der Ernährung nur durch Formula-Produkte täglich maximal 1200 Kilokalorien (kcal), was einen schnellen Gewichtsverlust bei Übergewicht herbeiführen soll.

Produkte […]

Markert-Diät

Die Markert-Diät ist eine Diät zur Gewichtsabnahme, die von dem Anästhesisten und Heilpraktiker Dieter Markert erfunden wurde und von ihm vermarktet wird. Dabei handelt es sich genau genommen jedoch nicht um eine Diät, sondern um eine Form des Fastens. Mittlerweile hat Markert aber auch eine “neue Markert-Diät” publiziert, bei der nicht nur getrunken, sondern auch […]

Catherine Kousmine

Catherine Kousmine (* 1904 in Hvalynsky in Russland; † 24. August 1992 in Lutry) war eine Schweizer Ärztin russischer Herkunft. Sie war eine Vertreterin der orthomolekularen Medizin und entwickelte eine Krebsdiät. Ihr besonderes Forschungsinteresse galt Krebs, Multipler Sklerose und chronischer Polyarthritis.

Die Familie Kousmine emigrierte im Jahr 1918 während der Russischen Revolution in die Schweiz. Catherine […]

Bradytroph

Bradytroph bedeutet mit langsamem Stoffwechsel. Bradytrophe Gewebe werden vor allem durch Diffusion aus der sie umgebenden Flüssigkeit versorgt und weisen nur wenige beziehungsweise keine Kapillaren auf.

Beispiele für bradytrophe Gewebe sind Knorpel, Augenlinse, Kornea oder die inneren Wandteile größerer Gefäße.

Gerson-Therapie

Die Gerson-Therapie ist eine von dem Arzt Max Gerson (1881-1959) ursprünglich zur Behandlung von Migräne entwickelte Therapie, die nach Angaben ihrer Befürworter ein breites Anwendungsspektrum bis hin zur Krebstherapie hat. Diese Form der Behandlung ist sehr umstritten und von der wissenschaftlichen Medizin nicht zur Behandlung schwerer Krankheiten anerkannt. Es liegen keine unabhängigen Studien vor, die […]

Ludwig August Struve

Ludwig August Struve (* 18. August 1795 in Altona; † 29. August 1828 in Dorpat) war ein deutscher Arzt.

Leben
Struve war der Bruder des Astronomen Friedrich Georg Wilhelm von Struve.

Struve studierte an den Hochschulen von Dorpat und Köln Medizin. Diese Studium schloss er 1815 erfolgreich mit einer Promotion zum Dr. med. & chir. ab. […]

Das Glukoseabhängige insulinotrope Peptid (GIP), früher mit dem gleichen Akronym als Gastroinhibitorisches Peptid oder Gastrointestinales inhibitorisches Peptid bezeichnet, ist ein in den K-Zellen des Zwölffingerdarms (Duodenum) gebildetes Peptid-Hormon.

Früher wurden die Neutralisierung der Magensäure (vgl. pH-Wert) und die Verlangsamung der Magenentleerung als Hauptwirkung angesehen. Diese Effekte werden aber erst bei unphysiologisch hohen GIP-Konzentrationen beobachtet, üblicherweise werden […]